Vorstand bis zu seinem frühen Tod 1953 war Anton Rest, „Skivater des Isartales“, wie ihn das spätere Vorstandsmitglied Walter Pause in der Festschrift von 1965 nannte. Es war die Blütezeit der vergrößerten Schanze mit Flutlicht und regelmäßigen Nachtspringen. Von Oberstdorf bis Reit im Winkel kamen die Springer und nur wenigen gelang es, das Ass des WSVI, den Braun Toni, auf seiner Heimschanze zu besiegen. 43 Meter war der Schanzenrekord, der bis heute gilt. Legendär sind mittlerweile die Jugendskitage mit 300 und mehr Teilnehmern. Langlauf, Springen und Abfahrtslauf an einem Tag und nachmittags um fünf  die Siegerehrung im Klostermeiersaal. Eine organisatorische Meisterleistung in einer computerlosen Zeit. Am verwegensten waren die Abfahrtsläufer. Galt es doch die schmalen Waldschneisen von der Schanzenhangkante bis zur Isar hinunter zu bewältigen. Statt der heutigen Plastik-Pflichttore musste man meterdicke Buchen und knorrige   Fichtenstämme umfahren. Einer der wenigen, der dies unter 1 Minute schaffte, war Willi Bogner. Heute würde man den Veranstalter wegen vorsätzlicher Körperverletzung einsperren. In der Zeit kurz nach dem Krieg war man nicht so empfindlich. Einzigartig waren auch die regional bedeutenden Radrennen rund um die Weiße Wand: Icking, Kloster Schäftlarn, Beigarten, Deining, Wolfratshausen, Icking. Der WSVI-ler  Hans Obrist konnte sich in die Siegerliste eintragen.

 

Bis 1966

führten Matthias Steiger, Alois Eckert und Emil Eimer den Verein als erste Vorsitzende.

 

1966 - 1980

Emil Eimer, auch 1. Bürgermeister von Icking,  starb 1966 viel zu früh mit 53 Jahren.

Vinzenz Dondl folgte ihm nach. Unter seiner Regie wurde die Ickinger Hütte auf dem Gerlosstein errichtet. Ein Segen für den Verein und die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Jugendarbeit im alpinen Bereich. Diese Ära war in sportlicher Hinsicht der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Bei den Nordischen engagierten sich Richard Kohlbauer, Sepp Wiedenbauer und Hermann Wagenhäuser. Das Resultat waren Weltmeistertitel durch Edmund Zahner, Deutsche Meister, Bayerische Meister u. zahlreiche Gau-meistertitel durch Stefan Burlein,  Gerlinde Braun, Hermann Wagenhäuser, Werner u. Ralf Kohlbauer, Seppi Wiedenbauer, Peter Huber u.v.a. Bei den Alpinen war der WSVI ebenfalls deutsche Spitze. Ferdinand Lechner   (Deutscher Jugendmeister, Nationalteam), Franz Garhammer (3x Deutscher Schülermeister, Nationalteam), Sybille Kasch (Bayerische Meisterin) und Gaumeistertitel durch Max u. Michael Pause u. Hans Dondl.

 

1980 – heute

Dem Vorstand Vinzenz Dondl folgen Hans Dondl, Jürgen Häfner, Christoph Burkart, Heiner Riemann und nochmals Hans Dondl.  Die Hütte im Zillertal wird um ein Drittel vergrößert.  Richard Schlund finanziert den größten Teil davon im Alleingang. In Icking entwickelt sich der  WSVI immer mehr zu einem allgemeinen Sportverein. Im Nordischen Bereich reduzieren sich die Aktivitäten auf die Vereinsmeisterschaft im Langlauf und die Pflege einer sehr gut angenommenen Loipe in  Icking/Dorfen. Bei den Alpinen gibt es  weiterhin Leistungssport. Stefan Jedlitschka lehrt in den 80er-Jahren den Oberlandlern das Fürchten und holt viele Titel für den WSVI. Thomas Scheifl übernimmt mit Erfolg das Renntraining für die Schüler und seit den letzten Jahren holt das rund 15-köpfige Rennteam wieder Spitzenplätze bei DSV-Rennen, allen voran Verena Hlavacek,  Hans Dosch u.a.     

                                                                          

2002

Einweihung der Sportanlage in Icking. In einer großartigen Gemeinschaftsaktion entstand mit der Gemeinde Icking unter Bürgermeister Hubert Guggenmos, dem TCI und dem WSVI die Ickinger Sportanlage mit Vereinsheim. Der Volleyballplatz, die Stockbahn und das Gebäude wurden allein von den WSVI-Mitgliedern und seinen großzügigen Spendern errichtet. Das Fußballfeld und das gesamte Areal bleibt im Besitz der Gemeinde. Der WSVI kümmert sich um die Pflege des  Rasenspielfelds. Der Verein schätzt sich glücklich über diese enorme Erweiterung seines Sportangebots. Er wird sich auch in Zukunft nach Kräften bemühen, seinem Anspruch als Breiten- und Leistungssportverein gerecht zu werden und somit seinen Beitrag für ein lebendiges Icking zu leisten.

                         

Hans Dondl